Materialkunde Bergsportmaterial
Neben einem allgemein beschreibenden Teil wird jeweils die Verwendung, Wartung und der Umgang mit diesem bei den Outside angegeben.
Einführung in die Materialkunde
Allgemeine Informationen zum verwendeten Material:
Bei den Seilaktionen werden in den Einrichtungen der Outside nur solche Materialien verwendet, die aus dem Bergsportbereich kommen. Die Bergsportausrüstung, die auf dem Europäischen Markt gehandelt wird, muss mit dem CE- Kennzeichen (CE = Communautes Europenes = Europäische Gemeinschaft) versehen sein. Dieses Zeichen garantiert das Einhalten bestimmter Normen und somit einen Mindestsicherheitsstandard. Bei sachgerechter Anwendung ist ein Versagen des Materials nahezu auszuschließen.
Das bis in die 50er Jahre zum Bergsteigen verwendete Hanfseil wurde von Seilen aus Kunststoff verdrängt. Heute werden diese, genauso wie die Anseilgurte und verschiedene Hilfsschnüre und Bänder, aus Perlon hergestellt.
Da Perlon einen Schmelzpunkt von etwa 200° C hat, ist es unumgänglich, bei allen rundlaufenden Seilen (z. B. Topropes) zwischen Bandschlingen und Seil Karabiner einzuhängen, da sonst durch die entstehende Reibungswärme die Bandschlinge durchgeschmolzen wird.
Die Karabiner, die mit und ohne Verschlusssicherung verwendet werden, sind aus Aluminium gefertigt.
Die neuen Fertigungsmöglichkeiten sowie Materialentwicklungen ermöglichen es, das Bergsportmaterial mit hohen Zugfestigkeiten bei gleichzeitig geringem Gewicht sowie ausreichend hoher Verschleißfestigkeit herzustellen.


